Sondierungen gehen in die Zielgerade

Glaubt man Beobachtern, so könnte sich noch am Donnerstag entscheiden, mit wem die ÖVP in Koaltionsverhandlungen gehen möchte. Der Wirtschaftsflügel der ÖVP könnte sich für die FPÖ erwärmen, heißt es, da mit den Blauen Projekte leichter umsetzbar wären.

Der 23 Seiten starke Wunschkatalog der Tiroler Wirtschaft ist groß, einige Inhalte wie Skigebietszusammenschlüsse oder die Gletscherehe Ötztal-Pitztal inklusive neuen Pistenkilometern sind schon bekannt - mehr dazu in Gletscherverbindung: Ötztal und Pitztal.

Auch der in der Vergangenheit viel diskutierte und umstrittene Brückenschlag über die Kalkögel ins Stubaital lebt wieder auf. Im Stubaital hat man sich von diesem Millionenprojekt noch nicht verabschiedet. Vorschläge wie der Tschirgant- und der Fernpass-Scheiteltunnel sind ebenfalls aufgelistet.

Wirtschafts wünscht sich türkis-blauen Kurs

Einige der Vorhaben, seien mit der FPÖ leichter umzusetzen, als mit den Grünen, sagte etwa Tirols Wirtschaftsbundpräsident Franz Hörl. Deshalb sollte man sich den Freiheitlichen nicht verschließen, so Hörl. Wenngleich er die Causa rund um Adolf-Hitler Bilder, die ein Oberländer FPÖ-Funktionär verschickt hat, wörtlich „zum Kotzen“ findet - mehr dazu in Hitler-Bilder: Staatsanwaltschaft ermittelt.

Auch die Tiroler Industriellenvereinigung (IV) hat sich zu Wort gemeldet. Man erwarte, dass die künftige Landesregierung den „Reformkurs“ der türkis-blauen Bundesregierung unterstützt. Die IV sprach sich etwa „dezidiert für den Ausbau der Wasserkraft und der Infrastruktur“ aus.

Abwerzger macht Druck

Donnerstagnachmittag sind weitere Sondierungsgespräche geplant. Ob die ÖVP dabei zu einem Abschluss kommt, ist offen, ist aus dem Verhandlungsteam zu hören. Sollte sich die Volkspartei für Koalitionsgespräche mit den Grünen entscheiden, dann ist für FPÖ-Parteichef Abwerzger die Opposition ohne Wenn und Aber fix. Dann gebe es auch kein Zurück mehr, betonte Abwerzger in Richtung ÖVP.

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