Mutmaßliche Einbrecher in Südtirol geschnappt

Die Staatspolizei hat in Bozen eine mutmaßliche Einbrecherbande ausgehoben. Rund zwanzig teils spektakuläre Einbrüche sollen auf ihr Konto gehen.

Sie sind sehr jung und laut Ermittlungen für eine ganze Reihe von Einbrüchen verantwortlich: Drei Männer wurden verhaftet, vier weitere angezeigt. Sie alle sind zwischen 18 und 20 Jahre alt und zum Teil der Polizei einschlägig bekannt.

Polizei
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Mit Lieferwagen durch Glasscheibe

Ein aufsehenerregender Coup war der Einbruch in einer Eisdiele in der Bozner Weintraubengasse im September 2017. Dabei waren die Täter mit einem Lieferwagen kurzerhand durch die Glastür des Lokals gefahren und haben dann die Kasse geräumt. Diese Tat wird den jetzt geschnappten Männern genauso zur Last gelegt wie der Einbruch in eine Tabaktrafik in Bozen.

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Die Bande, die aus mindestens sieben Männern bestehen soll, steht auch im Verdacht, in Eppan und in St. Ulrich im Grödental zugeschlagen zu haben. Dort wurde in einem Hotel unter anderem eine Kreditkarte entwendet, mit der dann einige Zahlungen getätigt und in einem Bozner Einkaufscenter Uhren im Wert von 5.000 Euro gekauft wurden.

Spielzeugwaffe beschlagnahmt

Einige Monate lag dauerten die Ermittlungen der Beamten der Bozner Quästur. Am Dienstag vermeldeten sie einen Fahndungserfolg.

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In einer Wohnung im Bozner Stadtviertel Don Bosco wurde Diebesgut wie Uhren, Handys, Computer und E-Zigaretten gefunden. Auch eine Spielzeugwaffe wurde beschlagnahmt.

Bis zu 120.000 Euro Schaden

Der Schaden, der durch die mutmaßlichen Täter bei den Einbrüchen entstanden sein soll, beläuft sich laut Polizei auf insgesamt 100.000 bis 120.000 Euro. Die Ermittlungen dauern an.

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