Glettler warnt vor zu viel sozialer Kälte

Innsbrucks Bischof Hermann Glettler wünscht sich von der neuen Bundesregierung, die soziale Kälte nicht salonfähig zu machen. Er kritisiert im ORF-Interview, dass Fluchtreisende und Sozialleistungsempfänger als die großen Probleme Österreichs dargestellt wurden.

Es sei speziell gegen diese Gruppen von Menschen ein scharfer politischer Ton angeschnitten werden, so Bischof Hermann Glettler. Wenn Menschen immer wieder so gebrandmarkt werden, sei schon etwas von sozialer Kälte zu spüren. Er wünsche sich von der Bundesregierung Fairness und Respekt gegenüber jenen Menschen, die nicht so viel zum Gemeinwohl beitragen können. Durch Förderung und Bildung könnten jedenfalls Potenziale geweckt werden, die in der Gesellschaft noch schlummern, so Glettler.

Kirche in Tirol ist bunt und jung

Neben der kritik an der neuen Bundesregierung zog der Bischof auch eine erste Bilanz über seine Eindrücke von der Kirche in Tirol.

Priestermangel bereitet Glettler Sorgen

Was sein Engagement in Tirol betrifft, war der Bischof in seinen ersten Wochen nach der Weihe bereits viel im Land unterwegs. Er lobt die lebendige und teils auch junge Kirche in Tirol, gleichzeitig gebe es aber auch Priester, die auf Grund der großen Seelsorgeräume, die sie zu betreuen hätten, am Limit seien. Deshalb plant er in Zukunft noch mehr Aufgaben an Laien zu übertragen und Priester dadurch zu entlasten.

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