Feuerwerke sind toxische Feinstaubschleudern

Die Silvesternacht wird wieder die Nacht der Feinstaub-Spitzen werden. In Tirol gab es im Vorjahr durch Feuerwerke und Böller im ganzen Land massive Überschreitungen. Die Feinstaubpartikel aus Raketen sind zudem giftig.

Der absolute Spitzenwert vor einem Jahr wurde in Wörgl gemessen, kurzfristig wurden damals fast 1.000 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft registriert. Aber auch bei fast allen anderen Messstellen in Tirol wurden die Grenzwerte zu Neujahr überschritten. Mehrere Tonnen Feinstaub werden allein in Tirol zum Jahreswechsel durch das Abfeuern von Pyrotechnik freigesetzt, so Schätzungen.

Feinstaub-Spitzenwerte trotz Verbots

Über den ganzen Tag gerechnet war die Feinstaubbelastung dabei zuletzt in Innsbruck am höchsten. Zu Neujahr wurde bei der Mess-Stelle in der Andechsstraße im Osten der Stadt ein Tagesmittelwert gemessen, der 150 Prozent über dem Erlaubten liegt. Dabei gab es vor einem Jahr ein striktes Feuerwerksverbot im ganzen Land wegen der damals herrschenden Trockenheit.

An sich sind Feuerwerke und Böller ohne entsprechende Genehmigung im Ortsgebiet aus Sicherheitsgründen sowieso verboten. In Innsbruck soll es nach dem Willen der Stadtregierung künftig aber auch kein offizielles, behördlich genehmigtes Feuerwerk mehr geben, unter anderem aus Rücksicht auf Umwelt und Gesundheit, so die Begründung.

Giftige Verbindungen

Nicht nur die Feinstaubmenge durch Feuerwerke ist problematisch, sondern auch die Zusammensetzung dieses Feinstaubs. Bei Feuerwerkskörpern kommen gleich mehrere giftige Substanzen zu Einsatz, von Bleioxid über Borsäure bis hin zu Barium-Salzen. Allerdings dürfte der geplante Pyrotechnik-Verzicht der Stadt Innsbruck zu Silvester bestenfalls Vorbildwirkung haben, denn wie die Messwerte zu Neujahr zeigen, werden die Feinstaubwerte auch dort massiv überschritten, wo es gar keine offiziellen Feuerwerke gibt.

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